Wir laden Sie herzlich ein, außergewöhnliche Persönlichkeiten kennenzulernen, die die armenische Minderheit in Polen vertreten. Unsere Gäste werden über ihre Kultur berichten und die Geschichte anhand eines großformatigen Brettspiels für Jung und Alt näherbringen. Darüber hinaus haben wir gemeinsam mit dem Staatsarchiv in Oppeln weitere Begleitetveranstaltungen vorbereitet: einen Vortrag und Workshops.
Das Programm sieht wie folgt aus:
- 17:00–22:00 Uhr: Besichtigung der Dauerausstellung „Die Deutschen in Polen – Geschichte und Gegenwart“
- 17:00 Uhr: Präsentation des Nachlasses der Armenierin Anahid Keuprulian – Moderation: Barbara Sypko
- 17:00 Uhr: Fotoworkshop im Freien mit Jerzy Stemplewski (Anmeldung erforderlich)
- 18:00 Uhr: „Minderheiten im Dialog. Interkulturelle Gesprächsreihe“ – Treffen mit Vertretern der polnischen Armenier
- 19:00 Uhr: Workshop zur Sicherung von Familienarchiven – Leitung: Beata Petryszyn (Anmeldung erforderlich)
- 19:30 Uhr: Großformatiges Brettspiel zur Veranschaulichung der armenischen Minderheit in Polen (Anmeldung erforderlich).
Für ausgewählte Workshops ist eine Anmeldung erforderlich: per E-Mail an cdwbp@cdwbp.opole.pl oder telefonisch unter der Nummer: 77 407 50 12.
Weitere Informationen zur Nacht der Museen in Oppeln finden Sie auf der Internetseite der Veranstaltung hier.
Anahid Keuprulian wurde am 24. September 1932 in Lemberg geboren. Sie war die Tochter von Bronisława Wójcik – Musikwissenschaftlerin, Philosophin und Dozentin am Institut für Musikwissenschaft der Jan-Kazimierz-Universität in Lemberg – und Garabed Keuprulian – Ingenieur und Hochschullehrer an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Jan-Kazimierz-Universität sowie an der Universität Warschau. Anahids Eltern waren im Erzdiözesanverband der Armenier aktiv.
Der Nachlass von Anahid Keuprulian wurde vom Leitungsteam des Altenheims in Klisino (ehem. Gläsen) an das Staatsarchiv in Oppeln übergeben. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Familienalben, Briefe an ihre Tante sowie Tagebücher und Notizhefte aus der Zeit ihrer beruflichen Tätigkeit und ihres Aufenthalts im Altenheim.
Mehr über die Sammlung von Anahid Keuprulian finden Sie auf der Website des Staatsarchivs in Oppeln hier.
Die Stiftung „Armenian Foundation“ ist eine organisatorische Struktur der polnischen armenischen Gemeinschaft. Sie besitzt Rechtsstatus und stand in direkter Verbindung mit dem seit 1981 bestehenden „Armenischen Kulturkreis“, der im Rahmen der Polnischen Gesellschaft für Volkskunde unter völlig geheimen politisch-gesellschaftlichen Bedingungen gegründet wurde. Die Hauptaktivität der Armenian Foundation besteht in der Pflege der Traditionen und des Erbes der polnischen Armenier. Man darf nicht zulassen, dass sie in Vergessenheit geraten. Die Stiftung bemüht sich jeden Tag, die schönen armenischen Werte zu pflegen und vor dem Vergessen zu bewahren. Die Tätigkeit der Stiftung zeichnet sich durch die Vielfalt der Bereiche aus, in denen sie tätig ist.
Das Projekt „Minderheiten im Dialog – interkulturelle Gesprächsreihe“ wird vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern (BMI) über den Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen finanziert.