Treffen, Workshops, Bildungs- und Kulturprojekte – so war das Jahr 2025! Wir laden Sie herzlich dazu ein, einen Blick auf unsere kleine Galerie voller Erinnerungen zu werfen.
Januar
Anfang Januar machten sich einige Exponate aus unserer Dauerausstellung auf den Weg nach Gleiwitz, um Teil der temporären Ausstellung „45. Das letzte Jahr, das erste Jahr in Oberschlesien” in der Villa Caro zu werden. Kurz darauf beehrte uns der deutsche Botschafter in Polen, Viktor Elbing, mit seinem Besuch – er war der erste von vielen vornehmen Gästen in diesem Jahr. Ende des Monats nahm die Leiterin unseres Zentrums, Weronika Wiese, aktiv an einer Diskussion über die Oberschlesische Tragödie teil, die von der Fliegenden Universität in Kattowitz organisiert wurde. Der 80. Jahrestag dieser Ereignisse fiel auf das Jahr 2025 – deren Erinnerung wurde zum Thema vieler unserer späteren Initiativen.
Fot. Przemysław Jendroska
Februar
Anfang Februar haben wir die Sonderausstellung „Das Kreuz im Schatten der Diktaturen” eröffnet, die die Situation der katholischen Kirche unter den totalitären Regimes des 20. Jahrhunderts beleuchtete. Von befreundeten Institutionen und Organisationen deutscher Minderheiten aus ganz Europa erhielten wir mehrere große Pakete mit Büchern (weitere überraschten uns eigentlich das ganze Jahr über!). Ende Februar fand im Zelt der Öffentlichen Woiwodschaftsbibliothek in Oppeln die Präsentation des Dokumentarfilms „Czerwona zaraza” (Die rote Pest) statt, der das Ergebnis unserer Zusammenarbeit mit dem Regionalsender TVP3 Katowice ist.
März
März begrüßten wir in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum der deutschen Minderheit, auf dessen Einladung wir Dr. Andrzej Michalczyk von der Universität Bochum zu Gast hatten. Kurz darauf, im Rahmen der III. Frauenwoche in Oppeln, berichtete die ukrainische Fotografin Oxana Chorna den Zuhörern von ihrem vom Krieg heimgesuchten Land. Ende März fand in Allenstein ein Seminar für Kulturmanager und Redakteure des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen statt, an dem unsere Kollegin Iga teilnahm.
Anfang Mai sprachen wir im Rahmen einer weiteren Sonderausstellung über die Kriegszerstörungen in Ottmachau. Bei der Nacht der Museen, an der wir bereits zum zweiten Mal teilnahmen, duftete es in unseren Räumlichkeiten nach tatarischer Küche. Am Ende des Monats fand die „Nacht im geheimen Garten” statt – ihre kleinen Teilnehmer erkundeten, nach dem Vorbild einer der Figuren unserer Dauerausstellung, die Geheimnisse der Gartenarbeit. Unsere Terrasse war so grün wie nie zuvor!
Juni
Juni begann mit einem Treffen mit Ronald Urbanczyk und seinem Film „Nova Silesia”, der ein zeitgenössisches Bild Schlesiens zeichnet. Die Kulturworkshops im April haben uns dazu überzeugt, über weitere Bücher zu sprechen, die uns bewegen – das Treffen, das den Erinnerungen von Barbara Maleska gewidmet war, war der Beginn einer neuen Veranstaltungsreihe in unserem Zentrum. An einem heißen Juniwochenende organisierten wir gemeinsam mit der Stiftung Kulturwerk Schlesien eine Konferenz zum Wendejahr 1945 in der Region.
Juli
Im Juli, im Rahmen des Projekts „Multikulturelles Oppeln”, hatten wir Frau Halina Łabęcka zu Gast, Autorin eines Führers durch den jüdischen Friedhof in Oppeln. Zu Besuch waren bei uns mehrere Sommergruppen, darunter Teilnehmer der Sommerferien in Krascheow. Wir präsentierten auch eine Ausstellung mit einer sommerlicher Thematik: Oliwia Drozdowicz, eine junge Fotografin aus Schweidnitz, erzählte uns nicht nur von ihrer Reise entlang der Oder und der Lausitzer Neiße, sondern auch davon, wie viel Geschichte beinhaltet eine Grenze.
August
Die Ferien sind eine gute Zeit für Besuche aus der Ferne: zu uns kamen Mitglieder der deutschen Minderheit aus den weit entfernten Orten Dirschau, Heilsberg und Bartenstein. Wir organisierten auch eine Führung durch den jüdischen Friedhof in Oppeln, und an einem Bildungsworkshop haben Kinder aus dem befreundeten DFK in Zelasno teilgenommen (ihr seid immer herzlich willkommen!).
September
Im September präsentierten wir eine temporäre Ausstellung, die von unseren langjährigen Partnern HAUS SCHLESIEN in Königswinter vorbereitet wurde. Kurz darauf nahm unsere Kollegin Beata an einem dort organisierten Seminar für Ausstellungskuratoren teil, und in unserem Sitz besuchte uns das Team von HAUS SCHLESIEN. Zu Beginn des Schuljahres präsentierten wir unser Bildungsangebot für die Jüngsten. Am Ende des Monats begrüßten wir weitere hochrangige Gäste: Wir hörten lobende Worte von der Sejm-Kommission für nationale und ethnische Minderheiten.
Oktober
Wir haben eine Reihe von Treffen für Kinder und Jugendliche unter dem Titel „Generationenübergreifende Begegnungen mit Zeitzeugen” gestartet. Im Rahmen der Deutschen Kulturtage im Oppelner Schlesien fand unter Beteiligung von Autoren und Experten ein Gespräch über Orgelbaumeister-Werkstätten in Oberschlesien statt. Der Oktober stand auch im Zeichen der Kunst – gemeinsam mit der deutschen Minderheitenorganisation in Allenstein haben wir das Projekt „Heimat. Ich. Die Zukunft” realisiert. Die Ausstellung, die das Ergebnis der Arbeit der Teilnehmer ist, wanderte nach Allenstein – in Oppeln präsentieren wir sie demnächst.
November
Eine weitere Ausstellung, diesmal aus München, wurde von unserem neuen Partner, dem Haus des Deutschen Ostens, vorbereitet. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit war eine Podiumsdiskussion und zwei Autorenlesungen, bei denen es um das Schicksal von Frauen während und unmittelbar nach dem Krieg ging. Wir haben unser Wissen über andere Minderheiten vertieft: Während einer Studienreise nach Dänemark lernte unsere Kollegin Bogna nicht nur die dortige deutsche Minderheit kennen, sondern auch das Schicksal der Sudetendeutschen und Sorben.
Dezember
Dank der Finanzierung der Woiwodschaft Oppeln konnten wir dieses Jahr gleich dreimal traditionelle deutsche Lieder kennenlernen – dabei wurden wir professionell und freundlich von Herrn Oskar Koziołek-Goetz begleitet. Während einer der im Zentrum durchgeführten Bildungsaktivitäten gestalteten die Teilnehmer farbenfrohe Weihnachtskarten. Unsere Kollegin Beata, die sich in unserem Zentrum der Bildung widmet, absolvierte das vom Museum des Oppelner Schlesiens durchgeführte Projekt „Mentoren der kulturellen Bildung”. Wir waren stolz auf sie!