Kulturveranstaltungen

Unsere Aufgaben als Kulturinstitution gehen weit über die Vermittlung von Geschichte hinaus. In diesem Sinne dient das Dokumentations- und Ausstellungszentrum als ein Museum, als historisches und kulturelles Zentrum, als Ort außerschulischer Bildung und als Begegnungsort.

Im Zentrum werden Diskussionen, Workshops und Treffen organisiert: Autoren- und populärwissenschaftliche Treffen sowie Begegnungen mit Zeitzeugen. Die deutsche Minderheit und ihr Umfeld sind daher nicht das einzige Thema unseres Interesses: Wir möchten eine Plattform für den Dialog mit Vertretern und Institutionen anderer nationaler und ethnischer Minderheiten in Polen und Europa schaffen. Die bis dahin umgesetzten Projekte sind u. a.:

Minderheiten im Dialog: Roma

Ein offenes Treffen mit Vertretern der Gemeinschaft der Roma

16.04.2024, 17:00 Uhr

Die Roma sind eine von vier anerkannten ethnischen Minderheiten, die in Polen leben. Seit 1992 setzt sich der Verband der Roma in Polen für diese Gemeinschaft ein und führt vielseitige Aktivitäten zur Verbesserung der sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Situation der Roma-Gemeinschaften durch. Darüber hinaus wurde im Februar 2024 die erste den Roma gewidmete Einrichtung gegründet: Das Zentrum für Geschichte und Kultur der Roma in Oświęcim.

Wir laden Sie zu einem Treffen mit Vertretern der Gemeinschaft der Roma. Über ihre Geschichte und Gegenwart erzählt Władysław Kwiatkowski, Direktor der neuerrichteten Institution. Das Treffen wird mit einem Auftritt von Józef Merstein Jochymczyk, dem Barden der Roma-Musik verherrlicht, der Lieder und Balladen im Stil der Sinti-Mousche und des Gypsy-Jazz vorträgt.

Mehr dazu erfahren Sie HIER.

Frühlingskonzert der Blasorchester Thüringen

Konzert

6.04.2024, 14:00 Uhr

Die Öffentliche E. Smołka-Woiwodschaftsbibliothek in Opole gemeinsam mit der Deutschen Bildungsgesellschaft laden Sie herzlich zu einem Frühlingskonzert mit klassischer und populärer Musik ein. Auftreten wird das Landesblasorchester des Blasmusikverbandes Thüringen e.V. unter der Leitung von Steffen Weber-Freytag.

Wir laden Sie ein am Samstag, den 6. April 2024, um 14:00 Uhr zum Zelt der Woiwodschaftsbibliothek in der ul. Piastowska 18-20 in Opole. Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Sie!

Mehr Informationen HIER

Deutschsprachige Minderheitenpublikationen:

aus Pflichtgefühl oder aus echtem Bedarf?

Diskussion

21.02.2024

Im Jahr 2024 wird der Tag der Muttersprache zum 74. Mal begangen. Aus diesem Anlass haben wir vier Gäste eingeladen, die über deutschsprachige Publikationen von Minderheiteninstitutionen gesprochen haben:

  • Adriana Dawid  ̶  Professorin an der Universität Oppeln, Historikerin, Forscherin der jüngeren Geschichte Schlesiens;
  • Monika Czok, PhD  ̶  Assistenzprofessorin am Institut für Literaturwissenschaft der Universität Oppeln, Germanistin, promoviert in Literaturwissenschaft;
  • Dr. Piotr Tarlinski  ̶  Direktor der Joseph von Eichendorff Zentralbibliothek, Bischofsvikar für Seelsorge der Nationalen und Ethnischen Minderheiten im Bistum Oppeln;
  • Lucjan Dzumla  ̶  Generaldirektor des Hauses der deutsch-polnischen Zusammenarbeit, im Rahmen dessen die Buchhandlung HAUSbooks funktioniert.
Mehr Informationen über die Veranstaltung sind HIER zu finden. Nach der Veranstaltung haben wir darüber HIER berichtet. 

(Selbst)Darstellungen. Kultur und Gedächtnis

von Minderheiten in Ausstellungsprojekten

Internationale Tagung

19.-21.10.2023 

Bautzen, Sønderborg, Cottbus, Oppeln – diese und viele andere europäische Städte verbindet die Präsenz nationaler und ethnischer Minderheiten und Institutionen, die Archive, Kultureinrichtungen oder Museen beherbergen, die den Minderheiten gewidmet sind. Vom 19. bis 21. Oktober 2023 trafen sich Wissenschaftler, Museumsexperte und Forscher in Oppeln, um darüber zu diskutieren, wie Minderheiten: Lemken, Sorben, Friesen oder Karpatendeutsche ihre Geschichte sowie ihr kulturelles und sprachliches Erbe in Museumsausstellungen präsentieren.  

Erfahren Sie mehr dazu HIER

Język, godka, Sprache als Identitätsträger

Führungen im Rahmen der Europäischen Tage des Kulturerbes

09.09.2023

Eines der Motive der Dauerausstellung, die im Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen präsentiert wird, ist die Sprache: Träger von Inhalten, Kultur und Werten. Mithilfe der Sprache kann die Identität einer Gemeinschaft bewahrt werden; sie hat einen besonderen Wert für nationale und ethnische Minderheiten. All das möchten wir den Besuchern mithilfe der Dauerausstellung in unserem Zentrum zeigen.

Die der Sprache gewidmeten Führungen wurden im Rahmen der Europäischen Tage des Kulturerbes im Jahr 2023 organisiert. Mehr dazu erfahren Sie HIER

Autorenlesung mit Markus Meckel

Ein Treffen mit dem ostdeutschen demokratischen Oppositionellen und letzten DDR-Außenminister

23.05.2023

Als Mitbegründer der ostdeutschen SPD und Außenminister der demokratischen DDR-Regierung gestaltete Markus Meckel den Prozess der deutschen Wiedervereinigung und die Anerkennung der deutsch-polnischen Grenze mit. Auch als Bundestagsabgeordneter setzte er sich für die deutsch-polnische Aussöhnung ein. Meckels Biografie ist ein wertvoller Zeitzeuge, der die polnisch-deutschen Beziehungen aus einer ostdeutschen Perspektive betrachtet, die in Polen selten zu finden ist. 

Die Autorenlesung wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Generalkonsulat in Breslau organisiert. Mehr dazu erfahren Sie HIER

Entdecken Sie eine Adresse, die Sie nicht kennen!

Maiführungen in unserem Zentrum

02.05.2023

Viele Einwohner von Oppeln erwarten nicht Mal, dass in der ul. Szpitalna 11 in Oppeln das Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen eingerichtet wurde. Es hat seinen Hauptsitz am Ufer des Mühlgrabens – einer der malerischsten und bekanntesten Ecken von Oppeln, besser bekannt als Oppelner Venedig. Um also ein Maiwochenende in Venedig zu verbringen, müssen Sie nicht nach Italien fahren!

Erfahren Sie mehr HIER

Autorentreffen mit Dr. Sebastian Rosenbaum

Ein Gespräch in Anlehnung an die Publikationen des Forschungszentrums der Deutschen Minderheit

01.05.2023

In der Buchreihe „Quellen und Materialien“ des Forschungszentrums der Deutschen Minderheit sind u.a. zwei Publikationen zur Geschichte Oberschlesiens in der Zwischenkriegszeit erschienen. Beide Titeln wurden aus Ansprachen Abgeordneter der deutschen Minderheit im Schlesischen Sejm entnommen. „To przecież nasz kraj rodzinny” [„Das ist doch unser Heimatland“] enthält ausgewählte und bearbeitete Fragmente von Reden aus den Jahren 1922-29 und „Walczymy o nasze prawa, a nie o mandaty” [„Wir kämpfen um unsere Rechte, und nicht um Mandate“] aus den Jahren 1930-35. Mehr dazu erfahren Sie HIER

Minderheiten im Dialog. Interkulturelle Gesprächsreihe

Offener Zyklus von Treffen mit Vertretern von nationalen und ethnischen Minderheiten

03.03.2023, 21.04.2023, 13.06.2023

Sehr oft werden Minderheiten, ihre Initiativen oder Probleme von aktuellen politischen Ereignissen überschattet, sodass diese das öffentliche Bewusstsein nicht erreichen. Auch im Bereich des breit verstandenen kulturellen Erbes sind einzelne Minderheiten nur wenig präsent, deshalb auch lädt das Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen (DAZ) zu einer Reihe von Treffen, die an dieses Thema anknüpfen. Die deutsche Minderheit und ihre Umgebung sind nicht das einzige Thema, das im Interessenbereich des Zentrums liegt: Wir wollen eine Plattform für den Dialog mit Vertretern und Institutionen anderer nationaler und ethnischer Minderheiten in Polen und Europa schaffen.

Journalist, Musiker, Malerin. Kaschuben / Slowinzen (03.03.2023), Lemken (21.04.2023), Juden (13.06.2023) – wir laden Sie ein, außergewöhnliche Persönlichkeiten kennenzulernen, die aus nationalen, ethnischen, kulturellen und religiösen Minderheiten stammen. Unsere Gäste werden ihre Kultur, Traditionen und ihr künstlerisches Schaffen vorstellen.

Die erste Ausgabe des Projekts fand im Jahr 2023 statt; Fortsetzung wird geplant. Wir informieren Sie darüber, wann die nächsten Termine geplant werden. Mehr zum Projekt erfahren Sie HIER

Neujahrssingen

Deutsche Weihnachtslieder erklingen in unserem Zentrum

Noch heute erinnern wir uns an das Treffen mit Herrn Richard Urban, das im Dezember letzten Jahres in unserem Zentrum stattfand. Das Gespräch, dessen Hauptthema die Ereignisse von 1989 in Kreisau waren, war nicht nur die Gelegenheit dazu, an die für die deutsche Minderheit in Polen bahnbrechenden Ereignisse zu erinnern, sondern auch … spontan gemeinsam zu singen, wozu uns unser Gast ermutigt hat. Da beschlossen wir, dass wir uns wiedersehen müssen. Deshalb auch laden wir Sie herzlich zum Neujahrssingen ein!

Mehr zum Projekt erfahren Sie HIER. Schauen Sie auch den Videobericht an – diesen finden Sie HIER

„Eine vielschichtige Collage“ von Marianne Roth

Buchpräsentation

10.12.2022 

Über eine der dunkelsten Seiten der Stadtgeschichte, den Holocaust an den Oppelner Juden, sind bisher nur wenige Werke geschrieben worden. Einige wenige, hauptsächlich Transportlisten der Deportierten und andere Materialien, die in den Oppelner Archiven erhalten sind, sind Quellen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das Buch „Eine vielschichtige Collage“ von Marianne Roth ist einzigartig, weil sie Zeitzeugin der Ereignisse in Oppeln ist.

Gemeinsam mit dem Haus der deutsch-polnischen Zusammenarbeit laden wir Sie herzlich ein. Mehr Informationen finden Sie HIER

Der Krug an der Wiedau“

Filmvorführung

10.12.2022 

Der Krug an der Wiedau ist ein humoristischer Kriminalfilm, der die Grenzziehung von 1920 in deutsch-dänischen Grenzland beleuchtet und die Westküstenmentalität hervorhebt. Im Film spielen die fünf an der schleswigschen Westküste gesprochenen Sprachen (Deutsch, Friesisch, Plattdeutsch, Sønderjysk, Dänisch) die Hauptrolle, um die einzigartige sprachliche und kulturelle Vielfalt der Grenzregion hochleben zu lassen.

Erfahren Sie mehr HIER

Ich erzähle euch meine Geschichte:

ein Treffen mit Richard Urban

Eine Begegnung mit dem Protagonisten der Dauerausstellung "Die Deutschen in Polen – Geschichte und Gegenwart"

07.12.2022

Ich erzähle Euch meine Geschichte – Zeitzeugen als Inspiration für die junge Generation. Begegnungsreihe mit den Protagonisten der Dauerausstellung „Die Deutschen in Polen – Geschichte und Gegenwart“. Das Treffen moderiert Dr. Michał Matheja (Forschungszentrum der Deutschen Minderheit).

Erfahren Sie mehr HIER

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