Tagebuchseiten, ein altes Schaukelpferd, Fotos und Alben mit Beschriftungen oder Widmungen – das sind nur einige der Gegenstände, die in Schubladen, auf Regalen oder auf dem Dachboden aufbewahrt werden können. Unter den Staubschichten verbergen sich Geschichten und Erinnerungen, die oft nur im Familienkreis gepflegt werden. Andere, die über Jahre hinweg in Vergessenheit geraten sind, warten geduldig darauf, wiederentdeckt zu werden.
Diese Aufgabe haben sich Studierende im zweiten Jahr des Masterstudiengangs Germanistik an der Universität Oppeln gestellt, die unter der wissenschaftlichen und fachlichen Betreuung von Prof. Dr. habil. Gabriela Jelitto-Piechulik die Ausstellung „Aus der Schublade der Erinnerungen meiner Großeltern“ vorbereitet haben. Für die Ausstellung griffen sie nicht nur auf Familienerinnerungen zurück, sondern auch auf die Geschichte ihrer Heimatorte oder der Häuser, in denen sie leben. Der Untertitel der Ausstellung, eine Paraphrase des Textes des Historikers Karl Schlögel „Im Raum lesen wir die Zeit“, ist gewissermaßen eine Ankündigung dafür, dass dieses Projekt nicht nur eine Sammlung zufälliger Fotos ist – es ist vor allem eine ganz eigene Reise junger Menschen in die Vergangenheit.
Wir laden Sie herzlich zur Präsentation des Projekts „Aus der Erinnerungskiste meiner Großeltern“ ein, verbunden mit einer Einführung in polnischer und deutscher Sprache: bereits am kommenden Mittwoch, dem 27. Mai 2026, zu zwei Terminen: um 10:00 Uhr und um 11:30 Uhr. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Bitte melden Sie sich vorab an: per E-Mail an cdwbp@cdwbp.opole.pl oder telefonisch unter 77 407 50 12. Wir freuen uns auf Sie!
Die Ausstellung entstand im Rahmen des Kurses „Management und Führung von Kulturprojekten“ und wurde in Zusammenarbeit zwischen der Universität Oppeln und dem Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen Abteilung der Öffentlichen Woiwodschaftsbibliothek in Oppeln) vorbereitet. Die Autoren der Ausstellung sind: Sandra Bewko, Damian Dziacko, Sara Iwańsk, Paulina Kandziora, Oliwia Kątny, Anna Klimek, Martina Kinder, Joanna Lisson, Sabina Micer, Klara Piosek, Weronika Pollok, Marcela Steinhardt und Dominika Szymczyk. Das Ergebnis der studentischen Arbeit knüpft an die im Zentrum gezeigte Ausstellung „Heimat. Ich. Zukunft“ an; es wird im Mai als Abschluss des Projekts und erneut im Herbst 2026 als eigenständige Ausstellung präsentiert.